VMWare vSphere 5 steht zum Download bereit

Die neue Version 5 von VMWare’s Enterprise Virtualisierungssuite ist fertig.

Die kostenlose Version des vSphere Hypervisor 5 bekommt man hier, die Evaluierungsversion der kostenpflichtigen Versionen hier.

Mit Version 5 entfällt der ESX Server endgültig, es gibt jetzt nur noch den vSphere Hypervisor (ESXi).

VMWare ESXi 4.1 auf Asus P5Q PRO

Ich wollte mal testen wie das so mit dem ESXi auf einem USB-Stick funktioniert.

Es ist nicht mein Ziel hier eine weitere Anleitung zu schreiben wie man den ESXi bootfähig auf einen USB-Stick bringt, alle die in dieser Richtung interessiert sind möchte ich auf die tolle Anleitung im Thomas Krenn Wiki verweisen.

Nachdem ich die Geschichte mit DD unter Windows nicht auf Anhieb hin bekommen hab hab ich’s etwas umständlicher gemacht und eine Linux VM aus VMWare Workstation heraus verwendet um den ESXi auf den USB-Stick zu schreiben.

Nur um später lesen zu dürfen, dass sich der ESXi 4.1 wohl auch direkt vom Installer von der CD gebootet auf dem Stick installieren lässt.

Ich habe auf dem Asus P5Q PRO nur ein paar Tests durchgeführt, sprich eine VM installiert die per iSCSI auf meinem Server lag (unter Verwendung von Solar Winds Free iSCSI Target).

Als Netzwerkkarte diente die Intel Pro/1000 PT Desktop die ich ohnehin in meiner Zockkiste hab, ESXi hat sie erkannt und auch was damit anfangen können.

Die Onboard Netzwerkschnittstelle vom P5Q PRO ist bei mir im BIOS deaktiviert, ausprobiert habe ich sie nicht.

Multicore-CPUs in VMWare vSphere VMs emulieren

Grundsätzlich macht VMWare vSphere aus jeder CPU die man einer virtuellen Maschine zuweist einen eigenen Sockel mit jeweils einem CPU-Kern. Dieses Verhalten erweist sich aber als störend wenn man mehr CPU-Kerne braucht als die verwendete Software an Sockeln unterstützt. So ist bei Windows XP Professional z.B. bei 2 CPUs Schluss – mehr als 2 Kerne sind dann nicht möglich.

Mit vSphere 4.1 hat VMWare das geändert: Jetzt ist es auch möglich einer VM CPUs mit jeweils mehreren Kernen zuzuweisen. Nachteil: Man kann dann keine CPUs mehr im laufenden Betrieb hinzufügen oder entfernen, das dürfte für die meisten aber kein Problem darstellen.

Voraussetzung ist, dass die VM die Version 7 hat.

Leider hat VMWare dieses neue Feature versteckt, wer eine Möglichkeit sucht diese Einstellung wie bei VMWare Workstation 7 möglich per GUI zu treffen wird enttäuscht.

Aber keine Angst, es ist nicht kompliziert.

  1. Im vSphere Client geht man im Kontextmenü der virtuellen Maschine auf „Einstellungen bearbeiten…“
  2. Im Eigenschaftendialog der virtuellen Maschine setzt man zuerst die Anzahl der CPU-Kerne die man benötigt unter „CPUs“.
    Das mag jetzt etwas irreführend erscheinen, aber die Anzahl der CPUs die hier gewählt wird ist später die Anzahl der Kerne die insgesamt zur Verfügung stehen.
    Rechts oben im Eck ist übrigens die Version der VM zu sehen, diese muss 7 sein.

  3. Im Tab „Optionen“ gibt es in der Liste direkt unter „Erweitert“ den Punkt „Allgemein“.
    Hier gehen wir rechts auf die Schaltfläche „Konfigurationsparameter“.

  4. In der Liste die jetzt zu sehen ist erstellen wir eine neue Zeile.
    Als „Name“ geben wir cpuid.coresPerSocket ein und als „Wert“ die Anzahl an Kernen die jede CPU haben soll, in diesem Fall 2.
    Möglich sind die Werte 2, 4 und 8.

  5. Wenn wir die virtuelle Maschine jetzt starten können wir feststellen ob die Konfiguration übernommen wurde.
    Hier bei einer Windows XP Professional VM z.B. sehen wir 4 CPUs im Taskmanager (zur Erinnerung: Windows XP Professional kann nur mit 2 CPUs umgehen, ergo hat die Konfiguration mit 2 Kernen pro CPU wohl gewirkt).

    [Update]

    Die Einstellung ist in der .vmx Datei der virtuellen Maschine verankert und sieht in unserem Beispiel folgendermaßen aus:

    cpuid.coresPerSocket = „2“

    Soll die Einstellung entfernt werden ist der die direkte Bearbeitung der .vmx-Datei auch der einzige Weg, da sich über den oben gezeigten Weg zwar Einträge hinzufügen aber nicht löschen lassen.

    [/Update]