Lian Li PC-A71FB goes Wakü – Projekt Spe3dRay

Nachdem mein aktueller Zockrechner nun bereits einige Jahre auf dem Buckel hat muss allmählich etwas neues her.

Ich bin nun bereits seit einigen Monaten dabei eine Hardwarekonfiguration für mein neues Gamingsystem zusammenzustellen, zu überdenken, zu verwerfen und wieder neu zu planen.
Fertig geplant ist selbige nun größtenteils, wenn auch noch nicht zu 100%, aber eins steht fest:
Wassergekühlt soll es sein!

Einige Randbedingungen die eigentliche Hardware betreffend stehen natürlich auch schon fest, und nachdem heute mein letzte Woche bestelltes Gehäuse per DHL kam kann es auch langsam mit einem Worklog losgehen.

Bevor ich hier an die Arbeit gehe – noch ist auch nicht wirklich was passiert aber dazu später – möchte ich noch auf das Ziel des Projekts und die bereits mehr oder weniger feststehenden Planungen eingehen.

 

Ziel

Das erklärte Hauptziel ist der Eigenbau eines leistungsstarken und zugleich Gaming-PCs der „Enthusiastentauglich“ ist. Dabei geht es nicht vorrangig darum das beste Preis-Leistungsverhältnis zu erzielen sondern auch schlicht darum Technik zu verbauen die begeistert.

 

Geplante Komponenten

Was die wesentlichen Komponenten betrifft habe ich mir wie bereits erwähnt schon seit ein paar Monaten immer wieder Gedanken gemacht und Beispielzusammenstellungen erstellt.

Ich bin inzwischen beim Sockel 2011 in Verbindung mit einer Hexacore-CPU gelandet, schlicht aus dem Grund dass aktuelle Spiele auf > 4 Kernen immer besser skalieren und der PC dann ja auch wieder voraussichtlich ca. 5 Jahre halten soll. Bis dahin ist zu erwarten dass sich dieser Trend weiter fortsetzt.

RAM ist billig und wird immer noch billiger. Inzwischen sind günstige DDR3 Module mit 4 GB Speicherkapazität erhältlich, und beim Sockel 2011 ist es aufgrund des Quadchannel Speicherinterfaces sinnvoll mit 4 oder 8 Speichermodulen zu arbeiten.
Deshalb werde ich hier voraussichtlich auf 4x 4 GB RAM von Corsair setzen.

SSDs sind inzwischen auch erschwinglicher geworden – ich habe diese Technik bereits in  meinen beiden PCs im Einsatz.
Mit die beste Balance aus Zuverlässigkeit, Performance und Preis bietet momentan meiner Ansicht nach die Samsung SSD 830.
Da die SSD in meinem System sowohl Betriebssystem als auch sämtliche Programme und Spiele beherbergen soll kommt hier für mich ganz klar nur das 512 GB Modell in Frage.

Trotz Server gibt es doch noch einiges an Daten was auf meinem PC lagert, neben einigem an „Eigenen Dateien“ auch Virtuelle Maschinen die ich immer wieder zu Testzwecken verwende.
Deshalb muss auch eine schnelle Datenplatte mit von der Partie sein. Entweder die WD Caviar Blue 640 GB aus meinem aktuellen PC zieht in den neuen um oder ich kaufe mir irgendwas zwischen einer WD Caviar Black mit 1000 GB und einer WD Velociraptor mit 1000 GB.

Ein DVD-Brenner oder Bluray-Brenner darf natürlich nicht fehlen.
Da ich noch nie eine Bluray in der Hand hatte werde ich darauf aber ggf. fürs erste verzichten.

Ein performantes und stabiles System benötigt natürlich einen adäquaten Unterbau in Form eines Mainboards.
Der Markt hat hier jede Menge zu bieten – von spartanisch ausgestatteten Lowcost Modellen bis hin zu Übertakterboards mit etlichen Schnittstellen, entsprechenden Einstellmöglichkeiten im BIOS, Spannungswandlern mit etlichen Phasen und Diagnosemöglichkeiten direkt auf dem Board.
Wirkliche „Lowcost“ Modelle gibt es beim Sockel 2011 prinzipbedingt – es handelt sich hier immerhin um eine reine High-End Plattform –  nicht, mit dem Asus P9X79 habe ich mich aber eher am unteren Ende orientiert.
Das hat schlicht den Grund dass dieses Board alles an Schnittstellen bietet die ich benötige und ich mich nicht zu den ambitionierten Übertaktern zähle – eine gewisse Funktionfülle bietet hier auch dieses Board bereits. Insgesamt kommt dieses Board schon an die Mittelklasse im Sockel 1155 Segment heran.

Ein PC funktioniert nicht ohne Strom, deshalb darf natürlich ein Netzteil nicht fehlen.
Hier herrscht momentan der – grundsätzlich absolut positiv zu beurteilende – Effizienzwahn und es gibt schon etliche Netzteile mit 80+ Bronze-, Silver-, Gold- und einige mit Platinlogo.
Hier muss man allerdings ein wenig am Boden bleiben, die Unterschiede zwischen den Klassen sind letztendlich nicht besonders groß, außerdem steigen die Preise für Netzteile mit zunehmender Effizienz enorm.
Als ohnehin schon teuren „Mittelweg“ Richtung oberes Ende werde ich wohl zu einem 80+ Gold Modell von Seasonic greifen, das als besonderes Feature neben dem inzwischen in dieser Klasse üblichen Kabelmanagement eine semipassive Lüfterregelung besitzt, d.h. der Lüfter läuft erst ab einer gewissen Last an.
Die Leistung muss natürlich zum System passen – ich peile ca. 650-700 Watt an.

Nicht vergessen darf man in einem Gamingsystem – zumal die Sockel 2011 CPUs keinen integrierten Grafikkern besitzen – natürlich die Grafikkarte.
An dieser Stelle muss ich mich direkt als großer Nvidia Fan outen.
Mit der Geforce GTX 680 bestückt mit der GK104 GPU und standardmäßig 2 GB Speicher ist Nvidia ein großer Wurf gelungen, nicht nur was Performance sondern auch was die Energieffizienz betrifft.
Hier stellt sich mir noch die Frage ob ich eine oder zwei dieser Grafikkarten verbaue oder alternativ eine Geforce GTX 690 die gleich zwei GK104 GPUs (bei etwas geringerem Takt als bei der GTX 680) beherbergt.
Auf alle Fälle wird es sich um wassergekühlte Modelle handeln, bevorzugt von EVGA der solche als „Hydro Copper“ bereits mit Wasserkühler anbietet.
Alternativ kann man natürlich auch ein luftgekühltes Modell mit einem Wasserkühler bestücken.

 

Geplante Wasserkühlung

Das Thema Wasserkühlung ist für mich noch absolut neu, dank der tatkräftigen Hilfe der Community von Hardwareluxx war es mir jedoch problemlos möglich mich in das Thema weitgehend selbsttätig einzuarbeiten.

Es mag manchem zwar etwas komisch vorkommen wenn er dort nach einer passenden Wasserkühlung für sein System fragt und direkt dazu aufgefordert wird sich selbst zu informieren und das gewünschte dann zur Diskussion zu stellen, allerdings führt gerade dieser Weg dazu dass man sich selbst mit der Thematik befasst, abwägt, Entscheidungen trifft und durch das Feedback im Forum anschließend dazu lernt.

Auch wenn man sich zuerst vollkommen erschlagen fühlt – mir ging es vor allem so als es an die Auswahl eines geeigneten Schlauchdurchmessers ging – die Lernkurve ist sehr steil und man merkt recht schnell dass es so schlimm gar nicht ist. Natürlich ist der Einstieg nicht ganz ohne Hürden aber man muss eben auch seine eigenen Erfahrungen machen.

Ich weiß nicht mehr genau was die erst Entscheidung war die ich in dieser Sache getroffen hatte, ich vermute es war die Pumpe – die Aquacomputer Aquastream XT soll es werden.
Diese ist zwar nicht so kompakt wie die beliebten Laing Pumpen aber sowohl als leistungsstark als auch leise bekannt. Vor allem haben mich aber die Steuermöglichkeiten sowie die Integration das Aquacomputer Aquaero 5 begeistert das bei mir ebenfalls eingeplant ist (ich denke es wird die Pro Variante mit Display).

Als CPU-Kühler soll der Cuplex Kyros HF (mit Messingdeckel) zum Einsatz kommen, Radiatoren sollen es 2 Stück werden nämlich der Alphacool NexXxos UT60 in der 420er Ausführung (für 3x 140mm Lüfter) im Deckel und der EK Water Blocks EK-CoolStream RAD XTC 280 in der Gehäusefront.
Über den Einsatz eines externen Radiators habe ich auch bereits nachgedacht, mich dann aber dagegen entschieden damit nicht so viel herumsteht (und ggf. zusätzlich zum PC transportiert werden muss).

In Sachen Schlauch ist die schwer Entscheidung letztendlich für den Primochill PrimoFlex Pro 16/10 gefallen und die Anschlüsse werden Schraubanschlüsse von Alphacool in „Shiny Copper“ Optik.

Dazu kommt dann noch der AGB „AquaDrive Professional“ von Aquacomputer (in dem Punkt bin ich mir noch nicht ganz sicher, ein Röhren-AGB würde mir auch gut gefallen, die neuen Glasröhren von AquaComputer sind aber fast etwas zu groß), außerdem kommen dann noch ein Temperaturfühler und ein Durchflussmesser zum Einsatz.

Ganz wichtig sind natürlich auch (oder gerade) bei Wasserkühlung die Lüfter, hier werde ich durchgängig zu Noiseblocker BlackSilent Pro greifen.

 

An dieser Stelle möchte ich die nun erheblich länger als eigentlich geplant geratene Einführung abschließen, ich denke ich habe mein Vorhaben jetzt mehr als ausführlich beschrieben und werde von meinem Arbeitsfortschritt auf jeden Fall fleißig Fotos machen und hier alles dementsprechend dokumentieren.