neue „Like-Buttons“

Bereits vor ein paar Monaten habe ich den +1 Button für Google+ Benutzer in meinen Blog eingebaut.

Da ich das Thema Datenschutz aber durchaus ernst nehme habe ich jetzt auf die „2-Klick-Buttons“ umgestellt indem ich das Plugin 2 Click Social Media Buttons verwende.

Als Nebeneffekt ist es somit jetzt auch möglich meine Blogposts und einzelne Seiten auf Facebook zu liken und zu twittern.

Nägel mit Köpfen – neues IPFire System

Schon lange war geplant meinen IPFire basierten Router auf einem Intel Atom System laufen zu lassen.

Die Vorteile gegenüber den mit 35 Watt Durchschnittsverbrauch durchaus sparsamen und noch dazu ja bereits vorhandenen Pentium III Systemen sind zwar überschaubar, ein schneller reagierendes Webinterface, kleineres Gehäuse, weniger Geräuschentwicklung und ein noch etwas geringerer Stromverbrauch und die Tatsache dass mein altes System gelegentlich kurz nicht mehr aus dem Netzwerk erreichbar war um kurze Zeit später wieder zu reagieren als wäre nichts gewesen rechtfertigten die „Umrüstung“ für mich dann aber letztendlich doch.

Heraus kam eine Kombination aus folgenden Komponenten:

  • Supermicro X7SPA-HF-D525
  • 2 GB SODIMM DDR3-1333 Kingston
  • Chieftec BT-02B (incl. Netzteil)
  • WD Scorpio Blue 120 GB SATA (war noch aus der Schlachtung eines defekten Notebooks übrig)
  • Noiseblocker BlackSilent SR1 60 mm
Die Basis

Das Mainboard im Mini-ITX Format ist mit dem Intel Atom D525 (Dualcore, 1,8 GHz) ausgestattet der für die Anwendung als Router eigentlich überdimensioniert ist, der Preis- und Verbrauchsunterschied zu den kleineren Modellen ist allerdings nicht groß bzw kaum vorhanden und ich möchte das System ja auch noch eine Weile länger und ggf. an schnelleren Leitungen einsetzen können ohne auf QoS, IDS etc. verzichten zu müssen.

Außerdem verfügt das Mainboard (was es IMHO besonders für die Anwendung als Router qualifiziert) über 2 Gigabit LAN-Ports die von Intel-Chips versorgt werden, 6 SATA II Ports mit RAID-Unterstützung (lt. Supermicro nur unter Windows mit den entsprechendenTreibern) und Remote Management über IPMI mit komplettem Remote-KVM und Virtual Media Support.

Außerdem steht für spätere Erweiterungen noch ein mit 4 Lanes angebundener PCIe x16 Slot zur Verfügung.

Der IPMI Support war für mich natürlich auch ein Grund dieses nicht ganz billige Board zu nehmen, da am eigentlichen Aufstellort idr weder Tastatur noch angeschlossen sind und ich auf diesem Weg alles per Remote-Zugriff erledigen kann (übrigens incl. der Installation von IPFire selbst direkt von der ISO).

Das Zuhause

Das Gehäuse von Chieftec wird mit einem 180 Watt Netzteil geliefert und ist auf Mini ITX Boards ausgelegt.

Es ist leicht, kompakt und vor allem auch eines der günstigeren.

Eigentlich hätte ich das System gerne in ein 19 Zoll Gehäuse gepackt, da sich der DSL-Anschluss aber nicht in der Nähe befindet war es von der Verkabelung her sinnvoller den IPFire nicht im Rack zu platzieren.

Langzeitgedächtnis

Die Festplatte war noch übrig, insofern erschien es mir sinnlos eine SSD zu kaufen was ich potentiell durchaus vorgezogen hätte, aber auf Performance kommt es ohnehin nicht an und die WD Scorpio Blue ist im Betrieb praktisch nicht zu hören und hat als 2,5″ Modell auch keinen Stromverbrauch der gegenüber einer SSD nennenswert schlechter wäre.

Kühlung

An der Gehäuserückwand installierte ich erst 2 Wochen nach Fertigstellung und Indienststellung noch einen 60 mm Lüfter von Noiseblocker da die CPU-Temperatur aufgrund des Hitzestaus im Gehäuse idr. um die 70 °C lag. Das ist lt. Intel-Datenblatt (95 °C tMax) zwar unkritisch, muss aber nicht sein.

Obwohl der kleine Lüfter mit 2000 u/min arbeitet ist er praktisch nicht herauszuhören. Die beiliegenden Befestigungsgummis verhindern die Übertragung der Lüftervibrationen auf das Gehäuse.

Erster Eindruck

Zum Betrieb mit IPFire selbst gibt es – nachdem IPFire an sich für mich ja nicht neu ist – nicht allzu viel zu sagen.

Das Webinterface reagiert deutlich zackiger als noch auf dem alten System, trotz IDS und QoS liegt die CPU-Belastung im Durchschnitt irgendwo bei 1-3 %, die Speicherauslastung ist nicht nennenswert (es hätte sich bei 13 EUR für einen 2 GB Riegel aber nicht wirklich gelohnt einen kleineren zu kaufen).

Der Stromverbrauch liegt idr. bei 27-28 Watt.

Pleiten, Pech und Pannen

Ganz ohne Pannen geht es aber leider auch nicht: Seit Inbetriebnahme (das war vor ca. einem Monat) hat das System 3mal mit einem Dauerpiepton auf sich aufmerksam gemacht. Lt. Handbuch handelt es sich dabei um das Alarmsignal bei Überhitzung, allerdings sind die Temperaturen sehr konstant und nach Einbau des Lüfters nochmals deutlich niedriger als vorher und trotzdem tritt das Piepsen noch auf. Ich habe allerdings im offiziellen IPFire Forum einen anderen User gefunden der auf dem gleichen Board das selbe Problem hat.

Am Anfang waren außerdem zeitweise die Graphen für die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehzahlen verschwunden. Diese sind inzwischen wieder da, allerdings wird nach gut 1 Woche der Lüfter plötzlich nur noch mit halber Drehzahl ausgelesen obwohl das Board meines Wissens nach nicht dazu in der Lage ist 3 Pin Lüfter zu regeln. Leider kam ich noch nicht dazu zu übeprüfen ob der Lüfter tatsächlich mit veränderter Drehzahl läuft. Jedenfalls liefert mir das Webinterface vom IPMI die selben Werte wie das Hardware-Diagramm vom IPFire.

Insgesamt läuft das System jedoch absolut stabil und Zuverlässig, sämtliche Probleme sind im Prinzip kosmetisch aber natürlich nicht erfreulich.

Fazit

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem System absolut zufrieden, das einzig ärgerliche sind kleinere Probleme die den Betrieb allerdings nicht beeinflussen.

Die CPU ist für diese Anwendung natürlich deutlich überdimensioniert und auch am Arbeitsspeicher darf man durchaus sparen, mir ist es allerdings lieber wenn das System Reserven hat die später u.U. auch einen anderen Einsatz, zusätzliche Dienste oder eine deutlich schnellere Internetanbindung verkraften.