WD RE4 – zweites Kapitel

Nachdem meine 4 bestellten WD RE4 2 TB 2 unterschiedliche Modellnummern trugen und dann auch noch eine innerhalb der ersten Betriebsminuten kaputt gegangen ist hatte ich mich an WD gewandt, um Austausch der defekten Platte gebeten und gefragt ob ich Platten unterschiedlicher Firmware gefahrlos zusammen im RAID betreiben kann – mit der Anmerkung dass ich da bereits schlechte Erfahrungen gemacht habe (das war mit 2x 74er Raptoren im Server – die wurden mir damals übrigens beide von WD gegen 2 gleiche getauscht).

Die erste Reaktion kam am nächsten Tag.
Man teilte mir mit es sollten grundsätzlich Platten gleicher Firmware im RAID verwendet werden, ich solle aber mal beim Controllerhersteller fragen. Hab ich dann auch gemacht, bei LSI auf der Seite stand in der 3Ware KB die Platten sollen die gleiche Firmwareversion haben.

Außerdem teilte man mir mit man würde die defekte Platte gerne im Rahmen der Garantie austauschen. Man empfahl mir eine Rückgabe an den Händler falls möglich, dieser wollte mir auf Anfrage jedoch nicht garantieren mir alle 4 Platten gegen welche mit gleicher Firmwareversion zu tauschen.

Also wandte ich mich wieder an WD mit dem Wunsch alle 4 Platten getauscht zu bekommen.

Die nächste Reaktion von WD war die Bitte alle Platten wenn möglich über den Händler zu tauschen mit der Bitte die Seriennummern aller 4 Platten an WD weiterzugeben falls der Tausch über den Händler nicht möglich sein sollte damit mir ein RAID Swap beantragt würde.

Nachdem ich alle 4 Seriennummern an WD weiter gegeben hatte erhielt ich die Bitte die defekte Festplatte mit den WD DLG Tools zu testen und das Ergebnis an den Support zu mailen, woraufhin ich leider nur zurückschreiben konnte dass mir das leider nicht möglich sei, da die Platte ja gar nicht vom PC erkannt wird.

Daraufhin erhielt ich Antwort mein Fall sei an den 2nd Level Support gegangen und ich würde etwas hören.

Das dauerte mir leider etwas zu lang da ich langsam arg in Platznot war, auf meine Anfrage hin wie es denn nun aussähe bekam ich die Nachricht, dass der Fall an höherer Stelle geklärt würde da diese über den RAID Swap zu entscheiden hätte.

Wenig später bekam ich dann auch schon eine Mail von UPS mit einem Paketschein und Anweisungen einen Abholauftrag bei UPS zu initiieren um meine Platten an WD zu schicken.

Kurz später kam dann auch die Nachricht ich solle alle 4 Platten an WD schicken und die neuen seien schon unterwegs.

Ich packte also meine Platten wieder gut ein, erstellte online bei UPS einen Abholauftrag und wartete.

Der UPS Fahrer kam das Paket dann auch direkt am nächsten Werktag bei mir holen und 2 Tage später kamen die neuen Platten bei mir an.

Jetzt stecken die neuen Platten schon im Server und der RAID 5 Verbund wird initialisiert – ich bin gespannt.

Mit dem Support von WD bin ich zufrieden – natürlich wär’s schöner gewesen wenn das ganze um ein paar Tage schneller gegangen wäre, ich möchte allerdings nicht behaupten dass sich der Vorgang unnötig verzögert hätte – Danke WD!

Multicore-CPUs in VMWare vSphere VMs emulieren

Grundsätzlich macht VMWare vSphere aus jeder CPU die man einer virtuellen Maschine zuweist einen eigenen Sockel mit jeweils einem CPU-Kern. Dieses Verhalten erweist sich aber als störend wenn man mehr CPU-Kerne braucht als die verwendete Software an Sockeln unterstützt. So ist bei Windows XP Professional z.B. bei 2 CPUs Schluss – mehr als 2 Kerne sind dann nicht möglich.

Mit vSphere 4.1 hat VMWare das geändert: Jetzt ist es auch möglich einer VM CPUs mit jeweils mehreren Kernen zuzuweisen. Nachteil: Man kann dann keine CPUs mehr im laufenden Betrieb hinzufügen oder entfernen, das dürfte für die meisten aber kein Problem darstellen.

Voraussetzung ist, dass die VM die Version 7 hat.

Leider hat VMWare dieses neue Feature versteckt, wer eine Möglichkeit sucht diese Einstellung wie bei VMWare Workstation 7 möglich per GUI zu treffen wird enttäuscht.

Aber keine Angst, es ist nicht kompliziert.

  1. Im vSphere Client geht man im Kontextmenü der virtuellen Maschine auf „Einstellungen bearbeiten…“
  2. Im Eigenschaftendialog der virtuellen Maschine setzt man zuerst die Anzahl der CPU-Kerne die man benötigt unter „CPUs“.
    Das mag jetzt etwas irreführend erscheinen, aber die Anzahl der CPUs die hier gewählt wird ist später die Anzahl der Kerne die insgesamt zur Verfügung stehen.
    Rechts oben im Eck ist übrigens die Version der VM zu sehen, diese muss 7 sein.

  3. Im Tab „Optionen“ gibt es in der Liste direkt unter „Erweitert“ den Punkt „Allgemein“.
    Hier gehen wir rechts auf die Schaltfläche „Konfigurationsparameter“.

  4. In der Liste die jetzt zu sehen ist erstellen wir eine neue Zeile.
    Als „Name“ geben wir cpuid.coresPerSocket ein und als „Wert“ die Anzahl an Kernen die jede CPU haben soll, in diesem Fall 2.
    Möglich sind die Werte 2, 4 und 8.

  5. Wenn wir die virtuelle Maschine jetzt starten können wir feststellen ob die Konfiguration übernommen wurde.
    Hier bei einer Windows XP Professional VM z.B. sehen wir 4 CPUs im Taskmanager (zur Erinnerung: Windows XP Professional kann nur mit 2 CPUs umgehen, ergo hat die Konfiguration mit 2 Kernen pro CPU wohl gewirkt).

    [Update]

    Die Einstellung ist in der .vmx Datei der virtuellen Maschine verankert und sieht in unserem Beispiel folgendermaßen aus:

    cpuid.coresPerSocket = „2“

    Soll die Einstellung entfernt werden ist der die direkte Bearbeitung der .vmx-Datei auch der einzige Weg, da sich über den oben gezeigten Weg zwar Einträge hinzufügen aber nicht löschen lassen.

    [/Update]

4x WD RE4 2 TB eingetroffen – mit gemischten Gefühlen

Heute sind meine 4 bei Mindfactory.de bestellten WD RE4 mit 2 TB bei mir eingetroffen.

Also gleich ausgepackt und den Garantiestatus bei WD auf der Homepage überprüft.
Soweit kein Problem, alle Platten haben volle 5 Jahre Herstellergarantie. Nur bei einem Exemplar fiel mir auf, dass die Festplatte als „Recertified“ gekennzeichnet ist.

Das heißt die Festplatte war evtl. schon in fremden Händen und wurde (defekt) an WD zurück geschickt, ist aber eigentlich kein Problem, da entsprechende Ware bei WD auch erst nach entsprechender Qualitätskontrolle wieder das Haus verlässt.

Was mir nicht so gut gefiel war, dass die Festplatten unterschiedliche Firmware-Versionen aufwiesen.

3 der Festplatte wurden vom RAID Controller als WDC WD2003FYYS-02W0B0 mit der Firmwareversion 01.01D01 erkannt, eine als WDC WD2003FYYS-01T8B0 mit der Firmware 01.00D02.

Da ich erst vor ca. einem Jahr Probleme bei 2 WD Raptor 74 GB im RAID 1 hatte, von denen eine beim booten vom Controller regelmäßig nicht erkannt wurde was ein „degraded“ für den RAID-Verbund zur Folge hatte das dann jedes Mal rebuilded werden musste habe ich bei WD direkt eine Supportanfrage gestellt in der ich um eine Empfehlung über den Umgang mit den unterschiedlichen Firmware-Versionen bitte.

Den größten Missgefallen jedoch rief eine der Platten hervor, die bei der Initialisierung des RAID 5 aus allen 4 Platten aus dem RAID geflogen ist und vom Controller anschließend nicht mehr erkannt wurde.

Diese Festplatte wird auch an anderen Ports des Controllers und in meiner Zockkiste am SATA Port des ICH10R des Asus P5Q PRO nicht erkannt, weshalb ich sie in jedem Fall umtauschen lassen werde.

Das erinnert mich jetzt doch leider ein wenig an mein Debakel mit 6 Hitachi Deskstar mit 2 TB (7k2000), von denen 2 Stück innerhalb der ersten Woche massive Probleme bereiteten (defekte Sektoren und mehrfache Controller-Resets), aber irgendwann muss Schluss sein. Aufgrund meiner bisher in erster Linie sehr guten Erfahrungen mit WD – besonders was die Langzeitzuverlässigkeit betrifft – werde ich die RE4 wohl behalten.

Jetzt bin ich auf die Antwort des WD Supports gespannt.
Mein RAID 5 baue ich jetzt zuerst einmal mit 3 Festplatten um zu sehen ob während der Initiailisierung Probleme auftreten.

Schluss mit den Platzproblemen – 4x WD RE4 2 TB bestellt

Nachdem es auf meinem Fileserver (RAID 5 aus 6x 750 GB = 3,4 TB) jetzt doch langsam etwas eng wird habe ich mir jetzt 4x die WD RE4 mit 2 TB bestellt.

Verschickt hat sie der Händler schon, ankommen müssen sie erst noch.
Dann wird erstmal der Garantiestatus gecheckt und anschließend eingebaut & ein RAID 5 über alle 4 Platten erstellt was dann letztendlich ein Array von ca. 5,4 TB ergibt.

Jetzt ergibt sich natürlich die Frage, was mit dem alten Array passiert.
Eigentlich könnte ich es komplett auflösen und hätte dann 7 Platten übrig (incl Hotspare).
Gleichzeitig bestünde aber auch die Möglichkeit meinen Datenbestand nach Zweck, Umfang und Wachstumsrate auf 2 oder gar 3 Arrays zu verteilen.

Aktueller Stand:

RAID 1, 2x WD Raptor 74 GB:
C: (System, ca. 20 GB), D: (Daten 1, ca. 50 GB)

RAID 5, 6x WD RE2/3 750 GB:
E: (Daten 2, 3,4 TB)

Option 1:

RAID 1, 2x WD Raptor 74 GB:
C: (System, ca. 20 GB), D: (Daten 1, ca. 50 GB)

RAID 5, 4x WD RE4 2 TB:
E: (Daten 2, 5,4 TB)

Option 2:

RAID 1, 2x WD Raptor 74 GB:
C: (System, ca. 20 GB), D: (Daten 1, ca. 50 GB)

RAID 5, 4x WD RE2 750 GB:
E: (Daten 2, 2,04 TB)

RAID 5 4x WD RE4 2 TB:
F: (Daten 3, 5,4 TB)

Option 3:
RAID 1, 2x WD Raptor 74 GB:
C: (System, ca. 70 GB)

RAID 1, 2x WD RE2 750 GB:
D: (Daten 1, ca. 700 GB)

RAID 5, 4x WD RE2/3 750 GB:
E: (Daten 2, 2,04 TB)

RAID 5 4x WD RE4 2 TB:
F: (Daten 3, 5,4 TB)

Jede der Optionen hat natürlich ihre Vor- und Nachteile.
Betrachtet man Energie- und Kühlungsbedarf ist eine Lösung mit möglichst wenigen Platten natürlich immer vorzuziehen, was für Option 1 spricht.

Eine flexible Datenorganisation spricht auch eher für wenige große Volumes als mehrere kleinere, die Performance eher für eine möglichst großflächige Verteilung der Daten auf mehrere unabhängige RAID Arrays.

Mal sehen welche Lösung das Rennen macht, ich denke ein klares richtig oder falsch gibt es in diesem Fall nicht.